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Pflege Leistungen beantragen

Leistungen der Pflegeversicherung

Sofern eine Pflegestufe vorliegt erhalten sie eine Kostenübernahme durch die zuständige Pflegekasse.

Leistungen beantragen

Zunächst genügt ein Antrag bei Ihrer Pflegekasse. Dieser ist für den Leistungsbeginn maßgebend. Auch wenn bereits längere Zeit Pflegebedürftigkeit besteht, können die Leistungen der Pflegeversicherung erst von dem Monat an gezahlt werden, in dem der Antrag gestellt wurde.

Pflegegeld:
Pflegebedürftige sollen selbst darüber entscheiden, wie und von wem sie gepflegt werden möchten. Sie haben deshalb die Möglichkeit, Sachleistungen (Hilfe von Pflegediensten) oder Pflegegeld in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld ist, dass die häusliche Pflege selbst sichergestellt ist, z.B. durch Angehörige oder andere ehrenamtlich tätige Pflegepersonen. Das Pflegegeld wird dem Betroffenen von der Pflegekasse überwiesen. Dieser kann über die Verwendung des Pflegegeldes grundsätzlich frei verfügen und gibt das Pflegegeld regelmäßig an die ihn versorgenden und betreuenden Personen als Anerkennung weiter. Um eine optimale, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Pflege zu gewährleisten, ist es möglich, Bezug von Pflegegeld mit der Inanspruchnahme von Sachleistungen zu kombinieren. Das Pflegegeld vermindert sich in diesem Fall anteilig um den Wert der in Anspruch genommenen Sachleistungen.

Um die Qualität der häuslichen Pflege sicherzustellen, sind bei Pflegegeldempfänger regelmäßige Beratungsbesuche durch Pflegefachkräfte erforderlich. Sie vermitteln praktische Hilfen und informieren über Kursangebote für Pflegende und den Einsatz von Hilfsmitteln. In den Pflegestufen 1 und 2 werden die Beratungsbesuche einmal pro Kalenderhalbjahr, in der Pflegestufe 3 einmal im Vierteljahr durchgeführt, in besonderen Fällen auch häufiger. Die Kosten trägt die Pflegekasse. Bei einem Krankenhausaufenthalt oder einer Rehabilitationsmaßnahme des Pflegebedürftigen wird das Pflegegeld die ersten vier Wochen weiterbezahlt.

Pflegesachleistung:
Häusliche Pflege durch professionelle Pflegekräfte wird als Pflegesachleistung bezeichnet. Die ambulanten Dienste rechnen direkt mit der Pflegekasse ab. Der Pflegebedürftige erhält also kein Geld, sondern nur die Leistung in der Pflege vor Ort.

Kombinationsleistung:
Die Pflege können sich Angehörige und ambulante Dienste auch teilen. Prüfen Sie, welche Pflegetätigkeiten von Ihren Angehörigen oder Bekannten und welche besser von einer professionellen Kraft übernommen werden sollten. Wird die Pflegesachleistung nicht im vollen Umfang in Anspruch genommen, wird ein anteiliges Pflegegeld an Sie gezahlt.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen:
werden bis zu 4000,00 Euro bezuschusst, dafür muss bei zuständigen Pflegekasse ein Antrag gestellt werden. Zu den Baumaßnahmen zählen z. B. Türverbreiterungen für Rollstuhlfahrer, feste Installationen von Rampen und Treppenliftern oder der pflegegerechte Umbau des Badezimmers. Dieses wird gewährt, wenn dadurch die Pflege erleichtert bzw. eine möglichst selbständige Lebensführung widerhergestellt werden kann.

Teilstationäre Pflege:
Wenn die Pflegeperson bei der häuslichen Pflege z. B. wegen anderer Aufgaben Zeiten überbrücken muss, ist die Betreuung in einer Einrichtung der Tages- oder Nachtpflege eine gute Lösung. Die Pflegekasse beteiligt sich in solchen Fällen an den Kosten der Pflege und der medizinischen Behandlungspflege sowie an den Transportkosten bis zu folgenden Höchstbeträgen im Monat. Tages- und Nachtpflege, Pflegegeld und Sachleistungen können auch miteinander kombiniert werden.

Kurzzeitpflege:
Die vorübergehende Unterbringung in einem Pflegeheim ist möglich, wenn der Pflegebedürftige vorübergehend weder zu Hause noch in einer teilstationären Einrichtung betreut werden kann. Zum Beispiel wenn:

  • im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt die Pflegeperson sich noch nicht auf die neue Situation eingestellt hat oder zu Hause noch Umbaumaßnahmen anstehen.
  • die Pflegeperson plötzlich ausfällt und keine Ersatzpflege organisiert werden kann.
  • sich die Pflegebedürftigkeit erheblich verschlimmert.

Für maximal vier Wochen im Jahr erhalten Sie für die Kurzzeitpflege von der Pflegekasse einen Zuschuss bis zu 1.612,00 Euro pro Kalenderjahr. Dieser wird von der Pflegekasse für die pflegerische Versorgung, die medizinische Behandlungspflege sowie für die soziale Betreuung gezahlt.

Pflegehilfsmittel:
Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für Pflegehilfsmittel, die die häusliche Pflege erleichtern.

  • Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel:
    Für Hilfsmittel wie z. B. Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel oder Einmalhandschuhe zahlt die Krankenkasse einen Betrag bis zu 40 Euro monatlich.
  • Technische Hilfen:
    Pflegebedürftige über 18 Jahre tragen zehn Prozent der anfallenden Kosten selbst – bis maximal 25 Euro. Hilfsmittel wie beispielsweise Pflegebetten oder Hausnotrufsysteme werden vorrangig leihweise zur Verfügung gestellt. Dann entfällt die Zuzahlung.